superfromm

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  • superfromm kommt wöchentlich.
  • superfromm gibt’s als Audio- und Videopodcast.
  • superfromm … - das sind großartige Geschichten.

Vor dem Mikro sitzen Alltagshelden. Leute, die ihr Leben meistern. Manchmal hart an der Grenze zum Machbaren. Typen, die den Mut haben, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen und diese dann auch durchziehen.

www.superfromm.tv

#162 Meine Eltern konnten es nicht verhindern!

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Mit neun fing e da's Rauchen an. Kurze Zeit später kippte er Bier und Wein in seinen jungen Körper
Dann kamen die Joints. Speed. Das ganze Programm.
Entziehungskuren scheiterten.

In den Anfangsjahren bemerkten seine Eltern nichts. Als es offensichtlicher wurde, half ihm auch nicht die Liebe seiner Eltern. Der Zerstörungsprozess war viel zu fortgeschritten.

Ich habe ihn gefragt, wie seine Eltern darauf reagierten, als das Schlimme offensichtlich wurde
Wollte wissen, was er im zugedröhnten Zustand sah und hörte
Gefragt, wie er die Kraft für den Entzug aufbrachte
Und ich wollte wissen, wie er heute lebt

#161 Mein Entschluss: Ich bin kein Opfer mehr!

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Ihr gemeinsames Kind war drei Monate alt, als der Ehemann und Vater sich für immer verabschiedete:
andere Frau, andere Pläne, andere Welt.
Sie und das Baby blieben zurück.

In der ersten Zeit gefiel sie sich in der Opferrolle. Argumente dafür gab's ja genug.
Problem: Es trat keine Besserung ein. Im Gegenteil: Die Abwärtsspirale drehte sich immer schneller.
Dann beschloss sie, aus der Opferrolle auszubrechen.

Ich habe sie gefragt, ob die Veränderungen an sich ihr angst machten
Wollte wissen, ob sie seine Distanz zu ihr schon viel früher bemerkte
Habe sie gefragt, was ihr zu Beginn am schwersten gefallen sei
Und ich wollte wissen, wie sie heute lebt

#160 Im Koma in der Zwischenwelt

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Mit einer schweren Corona - Erkrankung wurde er ins Krankenhaus eingeliefert.
Die Ärzte und das Pflegepersonal kämpften um sein Leben.
Sie gaben ihm keine Chance mehr.
Seine Frau durfte zu ihm, um sich zu verabschieden.

Aus ein paar Tagen wurden drei Wochen. Koma.
In der Zwischenwelt begegneten ihm Menschen.
Von Früher, Unbekannte, Traurige.
Er wurde für seine eigene Beerdigung vorbereitet. Gewaschen, angezogen, Krawatte umgebunden.
Dann geschah das Wunder von Detmold.

Ich habe ihn gefragt, wem er in seinem komatösen Zustand begegnete.
Wollte wissen, wie seine Frau sich auf seinen Tod vorbereitete
Ihn gefragt, ob sich sein Glaube dadurch veränderte
Und ich wollte wissen, ob er Jesus begegnet ist

#159 Pornografie: Mein Mann war süchtig.

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Der Ehemann bekennt ihr seine Sucht. Spricht offen über das was war.
Sie will Details und ihr Leben implodiert.
Nie für möglich Gehaltenes ist nun Realität und bestimmt ab sofort ihr Leben.

Sie will Hilfe und stößt an Grenzen.
Während für die Männer unzählige Therapien, Kurse und Gesprächsangebote bestehen, müssen die betroffenen Opfer selbst klar kommen.
Sie will das ändern.

#158 Ich wollte nur noch sterben.

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Sie lachten über ihn.
Nannten ihn "dreckigen Zigeuner".
Zuhause gab's nur Streit und Stress.
"Ich war ein Psycho", behauptet er von sich.
Als das Leben keinen Sinn mehr machte, griff er zum Messer und wollte sich die Pulsadern aufschneiden.

Ich habe ihn gefragt, wie er auf die Anfeindungen reagierte
Wollte wissen, ob und wie er gegen die Sinnlosigkeit ankämpfte
Habe ihn gefragt, ob sein Tötungsversuch lange geplant war
Und ich wollte wissen, wie er heute lebt

#157 Ich war ein Gangster

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Er wollte immer schon Gangster werden.
Selbst bestimmen, Gewalt ausüben, sich nehmen was anderen gehört.
Er hat sein Ziel erreicht.

An einem Morgen hat ihn ein Spezialkommando aus seinem Bett geholt.
Untersuchungshaft, Gerichtsverhandlung, Verurteilung.
Fast fünf Jahre wegen Erpressung, Raum, schwerer Körperverletzung.
Als er wieder in Freiheit war, hat sich nichts geändert.
Dann hat ihm Gott mit einem Baseballschläger eine verpasst. Sowasvon.

Ich habe ihn gefragt, was ihn gereizt hat, diese Richtung einzuschlagen
Wollte wissen, ob ihn Schläge glücklich machten
Ihn gefragt, wie er die Zeit im Gefängnis überstanden hat
Und ich wollte wissen, wie er heute lebt

#156 Mehr tot als lebendig

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Es sollte ein schöner Sonntag-Nachmittag-Spaziergang werden.
Der kleine Stefan fuhr auf seinem Fahrrad mit seinem Freund um die Wette.
Kurze Zeit später kam der Freund alleine zurück. Aufgeregt und aufgelöst.
Stefan sei gestürzt, sagte er. Und er blute am Knie.

Das mit dem Knie war das kleinste Problem. Stefan lag auf der Straße und war nicht mehr ansprechbar. Die Notärzte machten der Mutter keine Hoffnung.
Der Hubschrauber brachte ihn in eine Spezialklinik.

Seither ist nichts mehr wie es war. Stefan überlebte.
Aber der Preis war hoch. Sehr hoch.

Ich habe die Mutter gefragt, wie sie diese Belastung aushalten konnte
Ob sie sich nicht manchmal wünschte, dass er besser gestorben sei
Wie sich ihr Leben und ihre Beziehungen dadurch veränderten
Und ich wollte wissen, wie sie heute lebt

#155 Mit neun Jahren musste ich Drogen schmuggeln

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Sie zog mit ihrer Mutter durch die Straßen. Die handelte mit Drogen, fuhr nach Amsterdam und versteckte den frisch gekauften Stoff in den viel zu großen Gummistiefeln ihrer Tochter.
Die fand's spannend. Auch das Leben auf den Love-Waggon der Streetparade; den vielen Kinobesuchen, die Nächte auf den Bahnhöfen.

Komisch wurde es immer dann, wenn ihre Freundinnen von daheim erzählten. Saubere Wäsche, schöne Kleider und am morgens das Frühstück.
Bei ihren Freundinnen sah es immer schön aus.
Sie lebte in einem Messi-Haushalt.

Als ihre Mutter verhaftet wurde, kam sie zu einer Pflegefamilie. Von dort aus sollte sie ins Heim. Aber sie wehrte sich.

Ich habe sie gefragt, wie sie heute über ihre Kindheit denkt
Wollte wissen, ob sie mit ihrer Mutter noch Kontakt hat
Hab sie gefragt, welche Auswirkungen das Erlebte in ihrem Leben hat
Und ich wollte wissen, wie sie heute lebt

#153 Und wo bist du jetzt, Gott?!?

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Als sie vom Dorf in die große Stadt zieht, lässt sie ihren Glauben auch zurück. Die Tür zum echten Leben steht sperrangelweit offen und sie tanzt beglückt durch grelle Lichter.

Viel zu schnell erweist sich das pralle Leben als ein falsches Versprechen. Sie steht allein da. Versuche, wieder mit dem Gott aus ihrem früheren Leben in Kontakt zu kommen, scheitern.

Sie wird rebellisch und kämpft gegen diesen Gott. Heißt ihn alles und zeigt ihm den ausgestreckten Mittelfinger. Jeden Abend. Es wird zu einem Gute-Nacht-Ritual.

#152 Ich war fürs Sterben zu blöd

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Sein gewalttätiger Vater jagte ihn durch die Wohnung. Da war er gerade vier Jahre alt.
In der Schule lebte er die Außenseiterrolle. Freunde hatte er keine.
Um anzukommen, schloss er sich einer Rockergruppe an.
Er schlug zu, zettelte Schlägereien an, verprügelte den Sohn seines Chefs.
Freunde fand er bei den Rockern auch keine.

Er wollte heiraten. Sie auch. Wenige Tage vor der Hochzeit stand ein anderer Typ in der Tür. Er ging nach Hause und wollte sich umbringen.
Der Querbalken brach unter der Last zusammen.

Er fand einen Job als Bodyguard.
Eine Russen-Gang fand das gar nicht witzig. Sie zündeten sein Auto an und zerstörten seine Wohnung.
Ein dreiviertel Jahr versteckte er sich. Und sie fanden ihn doch.

Ich habe ihn gefragt, wie er seinen Versager-Modus ablegte
Wollte wissen, warum er die Anerkennung bis zur Selbstverleugnung suchte
Und: Wie er heute lebt

Über diesen Podcast

superfromm kommt wöchentlich.
superfromm ist ein Mix aus Drama, Comedy und Alltagszoff.
Vor dem Mikro ist im Atelier. Hier hocken Alltagshelden. Also Leute, die ihr Leben meistern. Manchmal hart an der Grenze zum Machbaren. Mutige Typen, die a) unbequeme Entscheidungen treffen und b) diese auch durchziehen.
Respekt.

von und mit Thomas Meyerhöfer

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