00:00:01: Ich muss euch mal ein super Foto zeigen.
00:00:05: Lebensfreude pur, echt!
00:00:08: Es kommt auch in die Halle, unsere neue Faceshalle Superform-Halle.
00:00:14: Die Location müssen wir uns vergrößern was?
00:00:17: wir leben hier ja auf beengtestem Raum.
00:00:21: Wenn jemand hier war und den kennt ihr als Gast dann können wir fragen wie eng das ist?
00:00:25: Das sieht doch super aus oder?
00:00:27: Sieht doch richtig cool aus.
00:00:29: So Ich mache mir gerade ziemlich viele Gedanken.
00:00:33: Kleine Anmoderation und ein persönliches Wort von mir, weil ich feststelle auch von euren Rückmeldungen her, dass warum Gott greift nicht ein?
00:00:46: Warum macht er dies oder jenes nicht?
00:00:48: Warum passiert das alles bei mir
00:00:50: nicht?".
00:00:51: Und wenn ich manche Statements höre, auch in Predigten, dann schmerzt mich das, wenn ich höre... der Glaube an Jesus immer mit gelingendem Leben zu tun hat.
00:01:03: Was ist, wenn die Bibel über oder jesus über Glück spricht?
00:01:08: Da lesen wir zum Beispiel mein glück ist es erlöst zu sein das jetzt freizitiert also erlösst von Schuld und Sünde.
00:01:16: das heißt ich bin erretzert ich komme in den himmel.
00:01:19: dass ist jetzt zentrale Botschaft der bibel.
00:01:22: bleiben ruhig im neuen testament.
00:01:24: oder diese dieses gelingende Leben und dieses um sich selbst drehen.
00:01:32: Das sagt doch Jesus aus Statements, wie ich zitiere jetzt nur einen, der mir nachfolgen will, der verleugnet sich selbst und nehmt seinen Kreuz auf sich also und dann folge man auch usw.
00:01:44: Dieses Selbstverleugnen das ist ja völlig kontraproduktiv zu unserem heutigen Lifestyle.
00:01:49: Selbst Verleugnung im christlichen Sinne heißt dein Wille geschehen.
00:01:54: was ist der Inhalt des Evangeliums?
00:01:58: Um was geht es?
00:02:01: Geht's um Glück, gehts um ein gelingendes Leben.
00:02:08: Laut meinen Testament nicht!
00:02:10: Da geht's darum dass ich Jesus hinterhergehe, das ich sage dein williges Schäle, dass mir bewusst wird wenn ich in Jesus glaube bin ich errettet in Ewigkeiten herausgerissen aus dem Machtbereich des Teufels und hineinversetzt in den Machtbereiches liebenden Sohnes Jesus Christus.
00:02:29: Das ist die Message.
00:02:31: Dann kommen noch viele andere dazu, aber das ist die Grundlage.
00:02:34: Und wenn wir sagen ja okay das hätte ich gern dann sagt Jesus Wenn man nachfolgen will nimmt sein Kreuz auf mich und folge mir nach.
00:02:42: Wir durchleben und jetzt kommen wieder an das Bild durch Leben Höhen und Tiefen und wir kommen manchmal an Grenzen unseres Glaubens.
00:02:50: dann wenn ein Unglück passiert oder bis jetzt war alles toll und dann ist auf einmal innerhalb von einer Millisekunde des Lebens nicht mehr so wie es vorher war und der Glaube Der Film, den wir jetzt angucken, beschreibt so eine Situation.
00:03:11: Da kriegt ein neunjähriges Mädchen mit, dass ihre Schwester plötzlich schwer krank wird.
00:03:22: Dieser schwere lange Weg dauert siebzehn Jahre.
00:03:28: Gebetsnächte, Gebetserhoffnungen, kleine Wunder vielleicht größere und im Schluss steht der Umzug in die Ewigkeit.
00:03:39: also deswegen warum Jesus gekommen ist.
00:03:42: Wie der.
00:03:42: Miriam hat das viel gemacht.
00:03:44: So war es soviel, dass ich sagte wie so glaube ich eigentlich noch.
00:03:47: und dann nehmen sie uns mit herein Und das hat mich sehr bewegt bis ihr das erzählt.
00:04:08: unser beider lektor Im brunnenverlag Ich weiß nicht was für Werbung machen darf hat gesagt Du musst die mir am einladen mir am löben Die hatten eine super geschichte und hat dieses buch geschrieben.
00:04:24: Nein, weil ich mache das sowieso immer so dass ich nichts wissen will von den Gästen aus einer Headline.
00:04:30: Von dir wüsste ich nur... Das freundliche Winken unseres Lektors.
00:04:35: laht sie ein!
00:04:38: Ihr bist du herzlich willkommen Miriam.
00:04:40: und es geht genau um diese Geschichte.
00:04:43: die Überschrift heißt mutig und stark und die Subhead heißt nicht sagen Die Geschichte, die wir noch erzählen wollten.
00:04:52: Das steht ja zum Glück dran!
00:04:53: Ja, zum Glück, ne?
00:04:55: Die Geschichte die wir auch noch erzählten
00:04:56: wollten.
00:04:58: Danke dass du da bist.
00:04:58: Du hast einen langen Anfahrtsweg zweieinhalb Stunden.
00:05:01: Ja zwei Stunden haben wir geschafft.
00:05:02: Zwei Stunden das ist echt eines der großen Wunder und Erfahrungen die wir hier machen bei Superform, dass ihr echt zum Teil so weit anfahrt.
00:05:14: Mir ja nimm uns mal wieder rein in diese Story Ich kretsch dann quer ich weiß nichts Und ich freue mich darauf, dass du mir erzählst Und ich vertraue meinem Lektor.
00:05:24: Aber wer jetzt schon, wenn du da bist?
00:05:25: Ich freu mich so!
00:05:27: Ja, ich habe ein Buch geschrieben über meine Schwester.
00:05:30: Meine Schwester, die ist fünf Jahre älter als ich und hat eine sehr turbulente Lebenszeit gehabt.
00:05:39: Sie war siebzehn Jahre krank.
00:05:41: Siebzehnt
00:05:42: Jahre?
00:05:42: Genau.
00:05:43: Als ich neun war, ist sie krank geworden und ich habe immer eine genaue Vorstellung gehabt wie ich in dieses Buch reinstarte und zwar mit genau dem Abend wo sie krank geworden ist.
00:05:51: Und genauso haben wir es auch gemacht.
00:05:53: Das wusstest du noch?
00:05:54: Ja, ich war auch beim Schreiben selber überrascht dass sich mich so gut an alles erinnern könnte.
00:05:59: Selbst meine Mutter hat gesagt boah Wahnsinn!
00:06:01: Wie hast Du das alle so abgespeichert?
00:06:02: irgendwie war's dann da.
00:06:03: Jetzt kommt eine Frage zeugt von meiner Ohnkenntnis.
00:06:09: Du hast das Buch.
00:06:10: Wir können uns beschreiben nachdem deine Schwester
00:06:12: verstaut.
00:06:12: Ja genau und wir haben solange sie noch da waren Die Geschichten oder die Sachen, die sie erlebt hat ihr immer erzählen müssen.
00:06:22: Weil durch ihre Krankheit hat ihr Kurzzeitgedächtnis nicht funktioniert.
00:06:26: Was ist das von der Krankheit gewesen?
00:06:27: Angefangen hat es alles mit einer Hirnaut Entzündung.
00:06:29: also Sie hat wirklich einfach eines abends gesessen und eine dieselbe Frage.
00:06:33: Sie hat mal wieder gefragt was ist heute für ein Tag und ich saß halt am Boden und habe gespielt.
00:06:37: Sie war sehr, sehr lustig und ich hab gedacht meine Güte irgendwie.
00:06:40: Wieso fragt sie jetzt noch mal?
00:06:41: Irgendwann ist gut und
00:06:41: Spaß.
00:06:42: Genau drei Sekunden später nochmal.
00:06:44: Dann habe ich sie angeguckt und hab gedacht okay das ist jetzt nicht lustig.
00:06:46: Das findet sie gar nicht lustige.
00:06:48: Du warst neun Jahre alt.
00:06:48: Ja genau, ich war neun Jahren alt.
00:06:50: Und dann sind wir am nächsten Tag zum Arzt und dann ging die Reise los.
00:06:52: Wir haben echt gedacht meine Gütekrankheiten passieren.
00:06:55: Das wird schon wieder.
00:06:56: Und daraus wurden dann siebzehn Jahre.
00:06:59: Nee, tatsächlich weiß man es nicht.
00:07:00: Wir wissen es nicht!
00:07:01: Es wurde immer gesucht was das genau sein kann.
00:07:03: sie hatte insgesamt nachher glaube ich viel hier noch Entzündungen und diese entzündung haben epilepsy ausgelöst haben ihr kurzzeitgedächtnis ruiniert quasi.
00:07:13: Sie hatten der stiff person syndrome das ist jetzt die stiff person syndrom Stift-Main-Syndromen, das auch mein Ding
00:07:20: war.
00:07:22: Genau da versteifen sich die Muskeln.
00:07:24: Das war halt wirklich eine ganze Liste an Diagnosen irgendwann gehabt.
00:07:28: Diabetes Typ eins.
00:07:30: in der Kombination, das erzähle ich immer ganz gerne mit dem Kurzzeitgedächtnis ist Diabetes ein Abenteuer.
00:07:35: meine Tochter selber mit fünf Jahren hat sie Diabetes bekommen und ich habe gedacht
00:07:38: sorry läuft dein Film los?
00:07:41: Die Tochter in Diabetes erkannt.
00:07:42: Tatsächlich das erste Mal diesen Geruch von Insulin, ich habe gedacht es gibt es nicht!
00:07:46: Das war echt verrückt Ja aber auf jeden Fall für mich ist das.
00:07:50: ich merke was für eine intensive Krankheit das sein kann.
00:07:53: Es ist ein Vierundzwanzig Sieben Job und bei meiner Schwester einfach weil es eine Reihe von Krankheiten von Schwierigkeiten und Herausforderungen war, war Diabetes einfach nur eine Randerscheinung.
00:08:02: Ich war völlig überwältigt.
00:08:03: Wieso war das bei ihr so überhaupt nicht im Fokus?
00:08:07: Das hat keiner beachtet.
00:08:08: Naja, und diese siebzehn Jahre waren sehr herausfordernd.
00:08:11: Sie hat sehr viele Medikamente bekommen um ihre Epilepsie einzustellen.
00:08:13: Sie hatte sehr, sehr viele Anfälle.
00:08:15: Hatte auch eine Operation, um halt einen Anfallsherd zu eliminieren.
00:08:20: Und das hat alles in Endeffekt nicht geholfen.
00:08:22: Es war eine Abwehrsspirale Ja, und nach siebzehn Jahren ist sie gestorben.
00:08:27: Tatsächlich war einem Anfall vor genau sieben Jahren im Dezember vor sieben Jahr.
00:08:30: Das Bild ist das Vorderkrankheit?
00:08:33: Nein, das ist tatsächlich währenddessen.
00:08:34: Da sind ihre Haare noch so kurz weil die gerade nachgewachsen sind nach der OP.
00:08:37: Es ist ein ganz, ganz für mich sehr wichtiges Bild.
00:08:40: Ein ganz besonderer... Sieht aus
00:08:41: voller Leben!
00:08:41: Ja schön.
00:08:43: Und Lebensfreude.
00:08:44: Ich wurde schon ganz oft gefragt wer das denn auf dem Bild vorn ist.
00:08:46: was für ein tolles Foto wir gefunden haben und ich habe jedes Mal gedacht Mensch das ist sie doch aber er sieht glaube ich aus wie so'n Einfach wie ein gut passendes Foto.
00:08:55: Miriam, du warst neun und dann ging die Krankheitsreise los!
00:09:00: Wie nah standest du deine Schwester?
00:09:03: Schon sehr nah.
00:09:04: Sie war einfach für mich vom Alter tatsächlich auch am nächsten und ich habe schon sehr zu ihr aufgeschaut, weil sie sehr besonders auch war.
00:09:11: Tatsächlich habe ich irgendwie immer wieder gedacht, waren sie selber noch total klein.
00:09:14: Sie ist kurz nachdem sie krank geworden ist, vierzehn geworden.
00:09:16: also eigentlich war sie selber ziemlich jung aber auf mich hatte sie so einen sehr erwachsenden Eindruck und war sehr total.
00:09:23: Also die war ganz besonders vom Charakter.
00:09:26: wirklich
00:09:27: Wie ging sie mit dieser Krankheit um?
00:09:29: Da hat sich ja das Leben komplett verändert.
00:09:30: Total, total!
00:09:31: Also wie gesagt am Anfang waren wir sehr darauf aus.
00:09:34: dass war so bei die Jugendgruppe die Klasse alle waren so richtig.
00:09:37: meine Güte das halten wir durch weil Krankheiten kommen und gehen.
00:09:40: also man ist ja gerade wir kommen aus einem christlichen Elternhaus Die Hoffnung ist ja nun mal das Allergrößte.
00:09:47: Und wir haben wirklich alles, was man in jedem Denominationen ... weil es nie besser wurde.
00:09:54: Es würde immer schlimmer und schlimmer von Jahr zu Jahr.
00:09:57: Wie hat sich das ausgewirkt?
00:09:58: körperlich bei Deiner Schwester?
00:10:01: Phasenweise im Rollstuhl, also tatsächlich der Körper nimmt ja tatsächlich diese vielen großen Krampfanfälle.
00:10:08: Diese epileptischen Anfälle nimmt er einfach irgendwann nicht so einfach hin.
00:10:13: Diese Muskelsteilfreiheit das war auch wirklich massiv und sie hat große Schwierigkeiten gehabt.
00:10:17: Irgendwann wird es immer schwieriger sich auch wirklich zu bewegen.
00:10:20: aber sie galt als schwer behindert und wurde auch immer in unter Ja, in dieser Gruppe quasi betreut und da war sie immer quasi überqualifiziert.
00:10:28: Weil sie ja nicht krank geboren ist.
00:10:31: Dadurch war sie körperlich deutlich fitter als alle anderen mit neunzig Prozent Schwerbehinderung.
00:10:37: Machen wir mal eine Reise in die Familie rein.
00:10:39: Wir haben zwar... Da isst ... Eine vierzehnjährige, die so krank wird dass sie in Rollstuhl muss Die Krampf klar.
00:10:52: Da betet die Gemeinde und die Freunde und die Familie Sie selbst auch Und es wird ja nicht besser.
00:10:58: Da verliert sich doch jedes Lachen!
00:11:01: Nein,
00:11:03: okay...
00:11:04: Nein deswegen ist das Foto so schön weil ich wirklich sagen muss also da bin ich auch überzeugt von Das haben wir nicht verloren.
00:11:11: Wir haben wirklich Ich halte sehr viel von Familienzusammenhalt.
00:11:15: dass es bei uns sehr stark ist glaube ich auch stark geworden.
00:11:17: durch diese Geschichte Bin ich auch von überzeugt.
00:11:20: aber Also das hat man uns nicht rauben können auch ihr nicht So hart das auch war und ich glaube deswegen hat man es irgendwie überlebt.
00:11:29: Weil das schon mit uns allen viel gemacht hat, ne?
00:11:32: Das war für uns alle.
00:11:33: aber das glaube ich... Ich habe so viele Resonanz auf das Buch hinbekommen.
00:11:36: Auch gerade war das für mich interessant von anderen Leuten zu hören.
00:11:38: Das war ja nicht mein Kindes ist ja meine Schwester und ich erzähle es auch aus dieser Perspektive.
00:11:42: Aber einfach zu hören jemanden zu haben so nah dem man durch chronische Krankheit begleitet so intensiv, dass es einfach macht mit allem was das lässt.
00:11:52: Ich halt nicht einfach kalt ne?
00:11:54: ich bin ja nicht in eurer Familie kenn ihr euch nicht dich nicht wenn ich das höre chronische krankheit immer schwächer werden das klingt für mich objektiv nach leid nach aushalten müssen klingt das für mich.
00:12:21: Offensichtlich war es bei euch anders?
00:12:23: Genau, also bis auf das Lachen ist das alles tatsächlich unsere Geschichte.
00:12:26: Also wir haben so viel Zeit in Krankenhäusern verbracht weil sie auch mal konnte sich einfach nicht einstellen.
00:12:31: Medikament Jössers hat nichts hingehauen Es war immer einen Auf und Ab Und dass hat viel mit uns gemacht.
00:12:37: ohne Frage Wir sind zum Glück auch ich bin jetzt nicht die einzige Wissen insgesamt zur fünft gewesen Und konnten das glaube ich auch ganz gut auf uns alle irgendwie oder beziehungsweise auf uns allen gemeinsam lastete, das war glaube ich anders als wenn jetzt einfach nur... Das waren meine Eltern nie von uns verlangt dass wir da so nah und so intensiv mit zusammen durchgehen müssen.
00:12:56: aber das war irgendwie selbstverständlich was ich auch sehr schön finde.
00:13:00: Aber das war hart.
00:13:02: also diese siebzehn Jahre auch bis heute das keiner von uns hat sich davon einfach auch Mensch.
00:13:05: jetzt ist das vorbei und fertig das sitzt und ich sage immer wer mich kennenlernen möchte oder meine Geschichte mein Leben der muss die siebzen jahre dazu haben sonst ist es nicht vollständig mehr als die Hälfte meines Lebens.
00:13:20: Das ist tatsächlich einfach ein großer Teil und ein dominanter Teil, weil das hat viel mit mir gemacht.
00:13:24: ich habe da kapituliert, ich habe aufgegeben, ich hab wiedergefunden, ich bin gefallen und aufgestanden
00:13:29: usw.,
00:13:30: das ist ja alles innerhalb dieser Jahre.
00:13:32: Das Kapitulieren und das Aufdehnen und das Wiederhinfallen, das ist dir passiert ihr nicht!
00:13:38: Ja, tatsächlich muss ich das glaube ich so sagen.
00:13:40: Also es ist wirklich total meine Geschichte.
00:13:42: Wir haben irgendwann festgestellt, meine älteste Schwester, die zehn Jahre älter als ich, hat gesagt, wo würde ich da schreiben?
00:13:48: Sie wird's ganz anders schreiben!
00:13:49: Deswegen ist es wirklich meine Geschichte.
00:13:50: aber... Du bist ja auch da Du hast geschrieben!
00:13:53: So ist es.
00:13:55: Und ich habe einfach für mich irgendwann reflektiert mutig und stark, das war wirklich... Das ist eine Beschreibung für Sie Es basiert doch auf dem Bibelfers-Ussioso one vers neun.
00:14:03: Das war ihr Lieblingsbibelfers und aufgrund ihres sehr schwierigen Kurzzeitgedächtnissen hat sie diesen Bibelfern am Tag, weiß ich nicht, fünf bis zehn Mal aufgesagt.
00:14:14: Wir können ihn alle auswendig und wirklich mit der identischen Betonung, so wie sie es gemacht hat.
00:14:17: Ich
00:14:18: bitte darum?
00:14:20: Sein mutig und stark!
00:14:22: Das ist jetzt komisch.
00:14:26: Auf jeden Fall war das sehr schön.
00:14:29: Aber erst im Nachhinein in der Zeit hat es uns unglaublich genervt oder war es schon echt herausfordernd.
00:14:34: aber ich habe einfach nachdem Sie nicht mehr da waren und man sich mit Trauer auseinandersetzt und all diesen Dingen habe ich gemerkt... Unfassbar, ich hab alles hingeworfen.
00:14:42: Hab versucht es wieder einzusammeln.
00:14:44: Hab es wieder hingeworfen und so weiter.
00:14:46: Du
00:14:46: meinst Hingeworfen vor Gott?
00:14:49: Oder generell ...
00:14:50: Ja generell, also es war wirklich so herausfordernd für mich.
00:14:54: Man kam ja nicht weg von diesem Druck auch.
00:14:58: Ich habe Jahre bis heute höre ich immer noch manchmal Geräusche wenn etwas laut hin fällt weil sie sehr oft hingefallen ist durch dieses Tiffperson-Syndrom.
00:15:06: das war unfassbar schlimm und laute Geräuschen... Also ob ich hinlaufen muss und jetzt ruf' ich den Krankenwagen und ich weiß jetzt nicht was kommt bis ich merke es ist ja gar nichts mehr oder wenn Menschen ihr Gesicht verziehen auf eine komische Art und Weise Geräusche machen, die wie beim Anfall sind.
00:15:21: Ich merke es ist als ob's gestern war.
00:15:24: Man erholt sich einfach nicht so davon.
00:15:28: Hast du immer mit dir zusammengelebt?
00:15:30: Nicht ganz immer!
00:15:32: Ich bin ausgezogen und nach fast fünf Jahren sind wir wieder zusammengezogen weil meine Eltern wirklich schon sehr in ihrem Limit waren Und ich war zu der Zeit schon verheiratet und war mit dem zweiten Kindschwanger.
00:15:44: und dann haben wir gesagt Wir wollten uns gerne Eigenheim suchen mein Mann und ich und haben dann gesagt, kommen wir gucken ob wir vielleicht was zusammenfinden damit ich die unterstützen kann.
00:15:52: Ich bin auch tatsächlich bei uns im Ort geblieben um einfach nah dran zu bleiben.
00:15:56: und dann sind wir wieder zusammengezogen.
00:15:58: das war es zwei Jahrzehnte und zwei Jahre später ist sie dann gestorben.
00:16:04: also sehr lange war's da
00:16:04: nicht mehr.
00:16:05: aber
00:16:05: okay aber es klingt schon besser wenn man so drum herum hört.
00:16:09: du sprichst einer älteren Schwester du sprach von deinen Eltern die am Ende ihre Kräfte sehen oder das ganze auch an das wahrnehmen weil dir kommt es ganz anders an Für mich.
00:16:19: Aber man muss eine Entscheidung treffen, man muss ja sagen okay ich ziehe dahin okay Ich schaue nicht nach meinem Leben okay wir nehmen sie auf und die zwei Jahre bis zum Abschied zum endgültigen Abschied hier sind ihr auch mit Sicherheit nicht leicht.
00:16:39: Genau und ich habe auch wirklich gerungen, hab gedacht okay das ist eine Vernunftsentscheidung!
00:16:43: Ich weiß schon dass das wichtig ist und dass ich das auch möchte.
00:16:46: Ich habe mich da bewusst für entschieden.
00:16:47: es ist nicht so passiert einfach.
00:16:49: Musste aber auf der anderen Seite unfassbar viel emotional für mich einfach klären und sortieren.
00:16:56: Ja einfach weil ich wusste ich lasse mich auf diesen Druck permanent ein... wie es dann in den Jahren davor war, dass meine Eltern anrufen.
00:17:03: Sie ist hingefallen.
00:17:04: Es ist dies, wir sind im Krankenhaus und ich fahre schnell hin.
00:17:07: Sondern diesmal bin ich wieder ersthälscher.
00:17:09: Ich bin wieder sofort da!
00:17:10: Ich bin mit ihr alleine, ich bin die ganze Freitag genau... Und da habe ich richtig gemerkt okay das war jetzt zwar ein bisschen Pause, die war wichtig für mich aber ich entscheide mich jetzt wieder für diese absolute Nähe zur Krankheit zu ihr was einerseits ja schönes aber auf der anderen Seite ich wusste ja auch was ich mich einlass.
00:17:26: ich kannte das ja schon ne?
00:17:27: Das war gut, ich wird's heute wieder machen.
00:17:30: Aber, ja.
00:17:32: Lass uns mal auf die zwei Jahre eingehen!
00:17:34: Habt ihr über den Tod gesprochen?
00:17:38: Sie hatte einen sehr großen Wunsch zu sterben tatsächlich.
00:17:42: Sie war so müde von dem Ganzen weil sie selber gemerkt hat, das ist kein Leben was sie führt und hat einen ganz starken und intensiven Glauben gehabt.
00:17:53: also wirklich... Ich habe erzählt ich hab Kapituliert auch vor Gott und hat mein Glauben hingeworfen.
00:17:59: Und habe ihn wieder aufgesammelt usw.
00:18:01: Das hat sie nie gemacht, also Sie war so verbunden mit Ihrem Glaubem an Gott.
00:18:05: das war unfassbar schön!
00:18:07: Deswegen war das für sie eine total realistische Lösung ein Ausweg.
00:18:12: Als wir dann auf der Intensivstation waren und man da eine Anfang dreißigjährige hatte die konnte Anfangs reanimiert werden und deswegen waren wir auf der intensiven Station und da waren dann zehn Tage irgendwie in der Schwebe Und wir haben alle gesagt, das geht nicht.
00:18:25: Wir werden ihr nicht noch mehr zumuten, weil man uns erklärt hat hey, das ist doch möglich!
00:18:29: Man kann auch leben selbst wenn Geräte dich unterstützen und so weiter... ...und wir haben gesagt, dass werden wir ihn nicht zumuten.
00:18:34: Das ist nicht fair.
00:18:35: Sie hat siebzehn so harte Jahre gehabt und jetzt zu sagen, wir machen sie zu einem noch intensiveren Pflegefall.
00:18:40: Das is ganz, ganz schwierig.
00:18:42: aber weil sie so jung war, war das für alle erst mal im ersten Moment gar nicht greifbar.
00:18:47: warum sollte sie nicht irgendwie noch weitermachen?
00:18:50: Jetzt reden wir ja von außen.
00:18:53: ...auf deine Schwester, auf die Allee.
00:18:57: Lass uns mal in Deine Welt eintauen!
00:19:01: In Deiner Intensivstationwelt... ...in Dein Blick der Du siehst, der Du Glauben wegschmeißt,... ...der Du wieder aufsammelst.
00:19:16: Also ich habe gar nicht lange bevor es zu Ende war also ich würde sagen so... ...Zw.
00:19:20: Jahrzehnte hab' ich gemerkt, ich kann das nicht mehr.
00:19:22: Mein Glaube hält das nicht aus.
00:19:24: Meine Zweifel an Gott sind so groß Ich kann das nicht mehr abfolgen.
00:19:29: Und das passiert ja alles irgendwie im Kopf.
00:19:30: und ich weiß noch, dass ich mit meinem Mann im Restaurant war und wir saßen und er hat irgendwann kurz vorhin zu mir gesagt du bist so pessimistisch und sarkastisch geworden!
00:19:39: Und da sind zwei Eigenschaften die ich null Komma Null mit mir in Verbindung gebracht habe.
00:19:42: und ich war so ein Pferd.
00:19:43: gesagt wie kannst Du das sagen?
00:19:45: Ich bin das nicht!
00:19:45: Ich bin optimist!
00:19:47: Das war ich ja immer noch in meinem Kopf bis ich gemerkt habe... Boah, das Leben hat aus mir einen unglaublich negativen Menschen.
00:19:53: Ich rechne mit allem Bösen und allem Schlimmen!
00:19:56: Mir konnte man eigentlich nichts mehr Gutes... mich konnte man auf nichts Gutes mehr lenken, weil ich einfach wirklich fokussiert war.
00:20:05: Es wird nicht besser, es wird immer nur schlimmer und wir beten noch nichts
00:20:08: passieren.".
00:20:09: Und dann habe ich zu ihm gesagt was ist wenn's Gott überhaupt gar nicht gibt in so einem ganz euphorischen Moment?
00:20:14: Dann hatte er mich mit ganz draußen Auge angeguckt.
00:20:16: Ich komme aus einer Pastorenfamilie.
00:20:17: das war für mich...
00:20:18: heißt nix!
00:20:19: Nein aber das war Für mich ganz mutig so etwas auszusprechen Weil ich einfach das hätte ich mich eigentlich gar nicht getraut.
00:20:25: und ich hab gemerkt Das war ehrlich gesagt befreiend und ich weiß heute ich sage immer Jesus ist damit total gut zurechtgekommen.
00:20:30: Wie hat er denn reagiert, dein Mann?
00:20:33: Der war ganz richtig sprachlos!
00:20:35: Das hat ihn echt umgehauen, dass ich das so sage und ich glaube irgendwie hat erst gemerkt, dass bei mir viel passiert ist, dass sich irgendwie unruhig bin.
00:20:42: aber das so zu sagen, das hat den echt überfordert.
00:20:45: Und danach war auch wirklich für mich... Ich habe irgendwann festgestellt es ein bisschen wie mit dem Sohn der zu seinem Vater sagt ganz ehrlich, ich will jetzt mal ausprobieren.
00:20:54: So hat sich das ein bisschen angefühlt.
00:20:57: wenn das Gott ist, weil ich wusste nicht gibt es Gott und dann habe ich aber überlegt.
00:21:00: Wenn es ihn gibt, dann fühle ich mich von ihm echt im Stich gelassen.
00:21:03: Dann fahre ich nicht das Gefühl dass er uns sieht oder dass er für uns da ist oder uns hilft.
00:21:08: Da sitzt du beim Italiener sagen wir's einfach mal im Restaurant und sagst zu seinem Mann pass auf, ich... Gott also nichts mehr da!
00:21:21: Wie fandest du den Weg zurück?
00:21:23: Erstmal habe ich das alles dann auch wirklich ignoriert.
00:21:26: Wir sind auch nirgendwo hingegangen, wir waren einfach zu Hause und ich habe wirklich pausiert oder wie soll man es nennen?
00:21:30: Hast
00:21:30: du mit deiner Schwester drüber gesprochen?
00:21:34: Nein!
00:21:34: Das war tatsächlich auch etwas mit meinen Eltern.
00:21:36: Das war einfach sehr für mich, das war... Ich hab einfach... ich war fertig!
00:21:40: Ich wollte es nicht.
00:21:41: Ich habe mich umgedreht so kann man's vielleicht gut beschreiben weil ich wollte das nicht.
00:21:45: Das hat mich allein gelassen gefühlt und stich gelassen.
00:21:48: Und ich sage immer zurück ging es so wie es eigentlich auch wegging.
00:21:52: Das passiert ja alles im Kopf und ich habe irgendwann gemerkt dass war richtig schön.
00:21:58: Ich dachte irgendwie ich vermisse Jesus.
00:22:00: Eine richtig, ich habe immer mehr gegen das in meinem Kopf herum und ich hab darüber nachgedacht, boah.
00:22:06: Ich vermisse es an Jesus zu glauben!
00:22:09: So traurig das war ist es noch viel trauriger ohne ihn.
00:22:13: Und für mich war das so eine... immer so Stück für Stück, immer weiter.
00:22:17: und deswegen sage ich heute Jesus ist damit total gut zurechtgekommen dass Ich alles hingeworfen habe.
00:22:22: Dass ich gesagt habe tut mir leid das geht nicht es funktioniert nicht mit uns.
00:22:24: ich hab nicht das Gefühl dass das irgendwie aufgeht.
00:22:28: Das ganze meine realität und das was mir von kindesbein an beigebracht wurde über gott usw.
00:22:33: Und was haben wir das schon zehn jahrelang Gebetet und gemacht und getan und soweit ja und das war tatsächlich Genau so hat sich das einfach zurückentwickelt in meinem Kopf und ich habe gemerkt, okay was mache ich denn damit?
00:22:46: Und dann war für mich klar wenn ich wieder sage ja Ich möchte Gott glauben.
00:22:51: Ich möchte mit Gott unterwegs sein Dann möchte ich dass nur so dass meine Realität und mein Glaube zusammen Hand in hand gehen Weil ich einfach das Gefühl hatte, ich habe immer mehr Menschen auch kennengelernt.
00:23:02: Die haben eine ebenso dunkelschwierige Realität etwas wo die Realität ihnen sagt Es ist doch gar nicht so wie du glaubst, wie du erzählst.
00:23:09: Dein Leben erzählt nicht von dem wovon dein Mund redet Wovon deinen Glaube redet.
00:23:14: Und das hat mich total heraus gefordert und Ich habe für mich beschlossen Entweder... entweder.. ich bin total transparent und klar mit den Dingen!
00:23:22: Ich möchte da nicht so Zwiegespalten hingehen und sagen, naja das ist zwar meine Realität aber das glaube ich.
00:23:28: Ich wollte da nicht zwei Sachen draus machen.
00:23:30: Das musste für mich eins sein Und das ist gut aufgegangen.
00:23:34: Das hat gut funktioniert.
00:23:34: Ich hatte das Gefühl als ob auch Gott sagt damit kann ich arbeiten.
00:23:39: Das ist viel besser, das ist authentisch, das is total echt!
00:23:41: Weil hier fängt dein Glaube an ehrlich zu werden und nicht etwas was ich gelernt habe.
00:23:47: Es ist also auch alles das was ich gelernet hab all diese Glaubenssätze einmal durchgeschüttelt wurden Und ich dann sage okay jetzt gibt es keine Realität mein Alltag das was sich erlebe und das was Ich glaube sondern dass es eins muss zusammen gehören.
00:24:00: und das war eine gute Entwicklung.
00:24:02: Ich hab vor ein paar Tagen erst einen Freund getroffen der auch Not hat und er sagte zu mir, Tommy wir beten da nicht mehr dafür.
00:24:16: Nicht weil ich Gott es entzutreue sondern mir ist einfach zu blöd.
00:24:20: Er wird's schon machen irgendwie.
00:24:22: Habt ihr noch Feuer für Ellie gebetet?
00:24:25: Dass sie geheilt wird und dass sie wieder gesund wird und das es wieder aus dem Rollstuhl rausgeht?
00:24:31: Im Rollstuel war sie ja gar nicht die ganze Zeit aber tatsächlich bis zuletzt!
00:24:35: Kommen wir zu diesen zehn Tagen Intensivstationen.
00:24:39: Sie hatte einen Anfall, so ging es bei ihr Zähne, sie hatte den Anfall ein epileptischen Anfall und sie musste ganz oft erbrechen.
00:24:45: Und das war immer das Szenario dass man uns ausgemalt hat umdrehen.
00:24:47: Ihr müsst die umdrehend ist ja logisch sonst kommt das zurück und sie erstickt.
00:24:53: dass meine Eltern es nicht geschafft haben sie umzudrehen und das ging so schnell.
00:24:56: Und die ist ja dann ganz ganz ganz steif, Sie haben es nicht geschafft sie um zu drehen und dann war wir alle schon zu spät.
00:25:02: Dann haben die bei wer oben wohnen haben wir uns ganz ganz schnell gerufen.
00:25:04: ich bin runter gelaufen mein Papa war schon im Telefon und hat dann schon Anweisung bekommen wie man das machen soll und so weiter und für mich war alles wow heftig!
00:25:11: Das ist mal wieder knapp dass wir haben hier unzählige solche Situationen gehabt wo's wirklich um Leben und Tod ging.
00:25:16: deswegen war das für mich einfach nur boah Diesmal ist heftig.
00:25:19: Dann sind wir, bin ich mit meiner Mutter zusammen ins Krankenhaus gefahren hinterher, hinter dem Notarzt und dann stand ich da im Flur Und der Arzt sagte zu uns ja Wir wissen wirklich nicht also diese paar Minuten selbst wenn man sie reanimieren konnte aber das hat so große Auswirkungen Wenn das alles für ein paar Minuten nicht funktioniert.
00:25:36: Das geht hier nur so dass wir wissen nicht wie es weitergeht.
00:25:39: und Ich habe da gestern auch gedacht naja Wissen wir wie's weitergeht hab ihn auch so freundlich angelächelt und war überhaupt gar nicht bei ihm weil ich Wusste ja, irgendwie geht's immer weiter und ich hatte in meinem Kopf abgespeichert.
00:25:52: So kann das nicht zu Ende gehen!
00:25:54: Die Geschichte die wir noch erzählen wollten hat folgenden Hintergrund Wir haben ihr immer ihre Lebensgeschichten erzählt Und sie hat sich kaputt gelachten.
00:26:00: Kapucine und der Hand saßen wir gemütlich zusammen und haben ihr Leben erzählt.
00:26:04: Jetzt bin ich ein bisschen mehr lavaterischer als Sie und dann fanden wir das immer so lustig und haben uns immer vorgestellt, Sie und Ich zusammen boah alle irgendwann.
00:26:15: Irgendwann hieß für uns, wenn du dann gesund bist.
00:26:17: Wenn es besser wird.
00:26:18: Es wird doch irgendwann besser werden.
00:26:19: Keiner geht vom Tod aus.
00:26:21: Irgend wann erzählen wir deine Geschichte?
00:26:24: Und dann hat sie gesagt ... Ich mag nicht so reden!
00:26:26: Wir machen das wie Mose und Aaron.
00:26:27: Ich werde sie für dich erzählen.
00:26:29: Deswegen war das Buch für mich ein kleines Häkchen, dass ich noch einmal setzen musste.
00:26:34: Ich musste die Geschichte aufschreiben, weil wir hatten vor diese Geschichte zu erzählen Aber für mich war klar wenn es besser wird.
00:26:41: Ich will ja eine Geschichte erzählen, die total schön ist diese schönen Geschichten von diesen Wundern!
00:26:45: Von diesem wow.
00:26:46: und dann das waren siebzehn schlimme Jahre und dann kam Gott und dann wurde alles besser.
00:26:50: so eine Geschichte wollte ich erzählen nicht die.
00:26:53: und dann stand ich da in der Notaufnahme und habe gedacht meine Güte der ist aber dramatisch Es geht schon noch weiter weil meine Hoffnung sehr sehr christlich war sehr sehr wach Und das war ganz unfassbar für mich.
00:27:05: und als meine Mutter zu mir kam und gesagt hat Es war ein bisschen ein Prozess.
00:27:09: Wie machen wir das?
00:27:10: Und dann haben sich irgendwann darauf geeinigt, die werden die Maschinen einfach langsam runterfahren nicht einfach so damit man guckt wie viel lebensfähig ist sie noch?
00:27:19: und wenn sie tatsächlich nicht im Stande ist weiter zu leben ohne Geräte Dann würde Sie einfach selber irgendeine Augen zumachen.
00:27:28: So als Betroffener von mir ausgehend.
00:27:32: Ich nehme das hervor, ich weiß nicht was meine Fragen Maschinen runterfahren.
00:27:44: Ich würde mich fragen, also wenn das meine Frau da läge... Herr, mach jetzt was!
00:27:52: Ja?
00:27:57: Bei dir hört sich das so an wie wo?
00:28:02: Neben allem, was ihr da... Was du da erlebst, gab's da keine Schmerzensschreie auch mal?
00:28:10: Ganz ganz ganz laute.
00:28:13: Du vergisst da ein bisschen, dass hier das alles drin steht.
00:28:17: Also tatsächlich ist es ja für mich eine... Ich habe hier in diesem Prozess das alles aufzuschreiben.
00:28:24: Das hat sich ich beschreibt immer so als hätte ich eine Narbe die verheilt.
00:28:26: Es war irgendwie mit der Zeit Verheilen Wachsendeige zu.
00:28:29: Sie heilen nicht sie wachsen ja zu würde ich mal sagen.
00:28:32: und Das alles aufzuschreiben, war für mich wie aufschneiden und nochmal reintauchen.
00:28:36: Schicht für schicht diese ganzen Etappen durchzukauen!
00:28:39: Ich habe nicht nur während der Zeit wo die Sachen passiert sind aber vor allen Dingen in dieser in dieser Etappe alles noch mal zugelassen.
00:28:47: Alles noch einmal erlebt.
00:28:48: so viel wie ich in diesen neun Monaten Buch schreiben geweint und gelitten habe, habe ich glaube ich vorher nie zugelassen.
00:28:56: das war richtig mein Prozess.
00:28:58: deswegen bin ich da heute.
00:29:00: okay mit Heute ist das für mich eine Geschichte und ich erzähle sie.
00:29:03: Ich habe ganz auf Leute, die dieses Buch lesen und mich dann sehen weil ich bin ja öfter auch Frauenarten, Frauenfrühstücks und so, weil ich da so ein Thema zu haben und dann kommen die immer zu mir wenn Sie das Buch schon kennen und sagen hey du bist ja total fröhlich!
00:29:16: Und ich muss jedes Mal sehr lachen weil ich Bin tatsächlich einen sehr fröhlichen Menschen ein optimistischer Mensch.
00:29:21: aber die Geschichte ist dunkel und hart.
00:29:22: und genau so ist sie da.
00:29:24: und Die Geschichte war hart die war ganz schlimm und diese zehn Tage waren mehr Schreien als...
00:29:31: Was glaubst du, was hilft jemand der in einer ähnlichen Situation ist?
00:29:37: Was würdest Du sagen im Gespräch auch mit den Leuten die Du da jetzt immer wieder triffst auf Deinen Dates.
00:29:44: Also ich glaube dass mittendrin hilft nur eins nicht loszulassen!
00:29:50: Das ist mein eigenes Einzige.
00:29:52: Ich mache mir auch nie vor, auch jedes Mal ich höre so viele Geschichten seit das Buch erschienen ist, also jetzt schon ein Weilchen her und ich höhe so viele Geschichte und bin so bewegt und denke jedes mal Boah was würde ich nur an deiner Stelle tun?
00:30:05: Ich kann nicht sagen boah ja!
00:30:07: Ist ja wie bei mir weil nichts ist so wie bei mich.
00:30:09: jeder hat seinen eigenen Prozess und seinen eigenen Weg.
00:30:12: Das einzige manchmal nehme ich Leute einfach in den Arm Und bete und hoffe für Sie, halt nicht loslassen.
00:30:18: Lass mich los!
00:30:18: Weil das Einzige... Das ist ja das was ich sage.
00:30:20: Ich habe probiert diesen ganzen harten Müll ohne Gott.
00:30:25: Das geht nicht.
00:30:26: Also du verstehst auch wenn jemand sagt, du vermittelst es durch?
00:30:29: Ich
00:30:29: verstehe jeden und dann bin ich niemals im Leben der, der dann sagt wie kannst Du nur?
00:30:34: sondern das fühle ich mit meinem ganzen Herzen.
00:30:36: Wenn man sagt weißt du was?
00:30:37: Ich hab eine Freundin, die hat auch gesagt so, dass war's, das haut alles für mich nicht.
00:30:40: Ja da habe ich mich hingesetzt gesagt, ja fühl' ich Und dann muss ich auch gar nicht viel dazu sagen, weil ich verstehe das doch.
00:30:46: Ich verstehe dass wenn man alles hinschmeißt also ich würde da auch niemals jemand in meinen Vorwurf machen nie im Leben.
00:30:51: Das ist für mich realistisch sehr realistische und vielleicht manchmal auch gut denke ich Weil man dann einfach sortiert weil es manchmal ein bisschen durchgerüttelt werden muss.
00:31:00: und ich sage immer wieder Gott ist damit gar nicht so gott macht nicht.
00:31:04: Sondern Gott sagt okay?
00:31:05: Ich habe dich voll im Blick wir kriegen das hin.
00:31:07: wie war die letzten stunden
00:31:10: sehr, sehr intensiv.
00:31:11: Mein Bruder und ich waren da und das war halt kurz vorher dass ich Jesus wiedergefunden habe.
00:31:18: und dann hab' ich ein so tiefes Jahr gehabt für Jesus, das für mich einfach klar war.
00:31:25: Da passiert nichts!
00:31:26: Und dann kam das...und dann stand ich...
00:31:28: Wie heißt es?
00:31:29: Dann ist ihr gestorben.
00:31:30: Okay.
00:31:31: Und dann saß ich neben ihr am Bett.
00:31:33: mein Bruder war auch da und zu der Zeit hat mein Bruda gar nicht an Gott geglaubt.
00:31:37: und dann hat er gesagt jetzt guckt ihr das an Diese siebzehn Jahre und jetzt liegt sich hier und stirbt.
00:31:41: Und das soll... Das soll euer Gott sein?
00:31:44: Das soll Euer Glaube sein.
00:31:45: Und ich hab da gesessen und gemerkt, ich bin wie in so einer Blase!
00:31:47: Das macht meine Glauben nicht... das macht meinem Jahr zu Gott nichts mehr!
00:31:51: Das hätte noch vier Jahre vorher, das wäre mein Ende gewesen, hätte mich dann auch noch eine an ihre Sterbewetter damit herausgefordert, ja was
00:31:58: jetzt?!
00:31:58: Hätte ich gesagt keine Ahnung, ich Bin weg!
00:32:00: Aber hier, das hat mir nichts mehr gemacht.
00:32:01: Dann haben wir neben ihr gestanden und wirklich beobachtet, wie einfach Ihr Puls immer weiter runter ging.
00:32:05: Wir waren einfach bei ihr.
00:32:07: Ich habe sie gehalten, das war sehr, sehr schön!
00:32:09: Ich konnte mich wirklich von ihr verabschieden, es war...
00:32:12: sprechen?
00:32:13: Nein, die ganze Zeit nicht.
00:32:14: Es gab nur den einen Moment als Mama dann irgendwann zu ihr gesagt hat, Ellie du gehst jetzt zu Jesus, du bist sterben.
00:32:20: und dann lief einfach nur eine Träne so runter.
00:32:22: und dann haben wir gedacht okay man geht ja immer bei Menschen die halt im Koma liegen davon aus dass sie vielleicht was hören und das war sehr intensiv.
00:32:28: da haben wir dann gedacht ok hat sie das vielleicht doch wahrgenommen aber reagieren konnte sich auf uns.
00:32:34: Ja und dann habe mir meine Eltern angerufen und diese sind dann zu ihr gefahren weil sie unbedingt bei ihr sein wollten in den letzten Stunden.
00:32:42: Ich sage immer, ich bin dankbar dafür dass ich mich von ihr verabschieden durfte.
00:32:44: Dass wir das irgendwie so abschließen durften, dass ich so heile war in dem Moment und das irgendwie gut abfangen konnte.
00:32:51: Danach kam natürlich viel Herausforderung aber das Verabschieten war schön.
00:32:56: Das war wertvoll!
00:32:58: Wenn jetzt Leute zuhören deine Geschichte hören was wünscht du denen die in einer ähnlichen Situation sind?
00:33:04: Also man braucht unbedingt Menschen.
00:33:06: Es muss ja gar nicht die Familie sein, aber ich glaube nicht dass man im Stande ist Dinge mit sich selber auszumachen und Die last von chronischer krankheit von so viel leid alleine für sich auszuhalten und zu tragen.
00:33:16: Ich glaube ganz ganz fest daran das wir nicht so geschaffen wurden Dass man dass man das kann.
00:33:21: Man braucht immer jemanden ob es irgendwie ein netz muss es geben wo man aufgefangen wird.
00:33:25: für manches ist Ja auch einfach dann so eng die kirche oder uns ist Einfachfamilie sehr nah.
00:33:29: das halte ich für sehr wichtig.
00:33:31: Und in irgendeiner Weise immer mit Gott verbunden bleiben.
00:33:35: Immer verbundenbleiben, das würde ich jedem raten egal wie aber ganz kratten selbst wenn von fünf Seilen vier gerade echt gerissen sind dieses eine... Das sollte man so festhalten und umkleben weil wir brauchen Gott einfach.
00:33:50: Wir brauchen ihn.
00:33:51: ohne funktioniert es gar nicht
00:33:53: aufzuschreiben.
00:33:55: Oh mein Atem!
00:33:58: Ich wäre nicht lebensfähig.
00:34:01: Das ist wirklich atmen.
00:34:02: Ich bin total gerne draußen, gehe gerne in die frische Luft und da merke ich immer, boah das ist genau dass dies rausgehen einfach durchatmen.
00:34:08: so ist es für mich Gott zu haben.
00:34:11: Ich wüsste nicht was ich ohne machen sollte, ich weiß das nicht.
00:34:15: Da findet ihr die Geschichte?
00:34:17: Danke, wir haben etwas erzählen.
00:34:20: Sehr gerne
00:34:22: Darf ich dir noch meine vier ganz wichtigen Entschluss-Fragen stellen?
00:34:26: Bin
00:34:28: ich gespannt mit dem Buch, dass du nicht nur einmal gelesen hast, sondern mehrmals.
00:34:34: Tatsächlich lese ich fast nie Bücher ein zweites Mal.
00:34:37: Ich würde auch behaupten, dass ich kein einziges Buch wirklich komplett von Anfang bis Ende durchgelesen habe.
00:34:41: Welche stellen wir vor?
00:34:43: It's up to you!
00:34:45: Wie das Schwabe sagt.
00:34:46: Na
00:34:46: ja, ich glaube da würde ich tatsächlich der ungezähmte Messias von Chanel
00:34:53: schon her.
00:34:58: Das ist echt ein starkes Buch.
00:35:00: Dann denke ich nein, aber ich will den anderen nicht... Das
00:35:05: finde ich ein komisches Cover.
00:35:06: Ja, das ist eigentlich auch nicht das.
00:35:07: Ich habe einen weißes Cover.
00:35:08: Das ist viel schöner.
00:35:10: zum schönen...
00:35:11: Also da ist es sowieso so ein Thema Cover und wir müssen das sprechen.
00:35:16: Verlag.
00:35:17: Das sage ich jetzt nicht.
00:35:19: Oh mein!
00:35:20: Wie kann man hier so...
00:35:23: Aber das Weißes gibt so ein ganz weißes.
00:35:25: Kennst du das Buch denn?
00:35:26: Nein
00:35:27: Es gibt so einen ganz, ganz weiße.
00:35:28: Das is wirklich schön.
00:35:29: Das hat schon echt ein paar Jahre her.
00:35:32: Ich finde ihr die Schreiben großartig.
00:35:35: Ist das hier?
00:35:36: Ja,
00:35:36: das ist cooler!
00:35:37: Mit dem Löwenkopf.
00:35:38: Genau.
00:35:38: Das ist das, was ich auch hab.
00:35:40: Wozu kannst du heute leichter Nein sagen als noch vor fünf Jahren?
00:35:43: passt es?
00:35:45: Zu Streit zum Recht haben.
00:35:49: Bist du jemand der... Ja, ich
00:35:50: verteidige mich sehr gerne.
00:35:52: Ich habe immer das Gefühl, dass er für mich eintreten muss wenn ich es nicht machen werde.
00:35:56: und ich merke heute kann Dinge sehr gut einfach stehen lassen und auch hinnehmen.
00:36:02: Ich bin nicht mehr so energisch.
00:36:06: Ja,
00:36:09: du bist eine Powerfrau oder?
00:36:10: Ja
00:36:10: schon.
00:36:13: Dritte Frage, Powerlady.
00:36:15: Welche Überzeugungen verhaltensweisen und Gewohnheiten, die du dir in diesen fünf Jahren angeeignet hast – das ist sehr eng beieinanderlegende Frage!
00:36:21: Aber mit Absicht haben dein Leben definitiv verbessert.
00:36:26: Verhaltenswesen und Gewohnhalten.
00:36:28: Da würde ich tatsächlich ... Sport und Bewegung und gehe raus.
00:36:32: Und das halte ich richtig ein ungefähr, das passt ungefähr seit fünf Jahren.
00:36:36: Das hat mein Leben sehr positiv beeinflusst bei Überzeugungen oder auch Verhaltensweisen.
00:36:40: Es passt vielleicht auch.
00:36:42: Was passt auch wieder zu dem anderen?
00:36:45: Einfach die Dinge leichtzunehmen.
00:36:47: Für die Frage was es plakat kommt.
00:36:49: Irgendeiner großen Straße rund um deine City
00:36:54: Ja also Ich glaube ich würde sowas schreiben wie Du bist geliebt oder so, der Jesus liebt dich.
00:37:00: Weil ich der festen Überzeugung bin Menschen müssen gerettet werden ja aber ich glaube dass man in erster Linie Liebe braucht das es dich rettet wenn du weißt boah ich bin gelieb total bedingungslos und danach sehen sich alle Und ein Plakat auf das alle gucken.
00:37:17: da hätte ich großen Stress weil dann könnte ich nichts anderes drauf schreiben als ihnen zu sagen hey!
00:37:22: Du bist Geliebt Danke.
00:37:24: Danke für die Einladung.
00:37:30: Doppelt Daumen, Dreifach Daumen und so weiter.
00:37:32: Aufgrund der langen Anwanderation mache ich jetzt einfach nur in vierzehn Tagen sehen wir uns wieder.
00:37:37: Nächster Film!
00:37:38: Und bis dahin bleibt oder werdet super vom Macht's gut und Tschüss.